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Brückentechnologie Agentic AI: historisch gewachsene IT-Systeme modernisieren

Neue KI-Evolutionsstufe hält Legacy IT up to date

Brückentechnologie Agentic AI: historisch gewachsene IT-Systeme modernisieren

Mehrwert von AI in puncto IT-Modernisierung (Bildquelle: PTA GmbH)

Mannheim, 12. November 2025. Immer mehr Unternehmen werden von ihren historisch gewachsenen IT-Landschaften regelrecht ausgebremst: Der Einsatz dieser bisweilen über Jahrzehnte gewachsenen COBOL-basierten Mainframes bringt vielschichtige Herausforderungen mit sich – Stichwort schwierige Wartung, zeitintensive Pflege und kostenintensive Modernisierung oder Integration moderner Cloud-Anwendungen. Aber die Altsysteme laufen zuverlässig stabil und lassen sich einfach skalieren, weshalb insbesondere Unternehmen wie Banken, Versicherungen, Händler, Energieversorger aber auch die Öffentliche Hand weiterhin Großrechner für ihre hochvolumigen, geschäftskritischen Transaktionen und Midrange-Systeme, etwa IBMi/AS-400 als proprietäre Serverplattformen, einsetzen. Transformationsprojekte werden vielerorts gescheut, da sie sich in der Praxis oft als schwieriges und komplexes Vorhaben entpuppen. Agentic AI, eine neue Evolutionsstufe Künstlicher Intelligenz kann Legacy IT modernisieren, ohne sie vollständig zu ersetzen.

Legacy-Anwendungen sind meist eine gewachsene Mischung aus Programmen, Datenbanken, Schnittstellen, Middleware und sonstigen Komponenten. In vielen Fällen haben sich so über Jahrzehnte hinweg sehr komplexe IT-Infrastrukturen entwickelt, die aus unzähligen Teilanwendungen bestehen. Diese sind überwiegend in COBOL programmiert, einer seit den 1950er Jahren etablierten Sprache, die speziell für geschäftskritische Anwendungen entwickelt wurde. So mag es kaum verwundern, dass das erforderliche Fachwissen rund um COBOL und die Feinheiten solcher Hosts rapide abnimmt und es damit immer schwieriger wird, solche Anwendungen im geforderten Tempo weiterzuentwickeln oder gar zu modernisieren. Der Einsatz agentischer KI kann hierbei wertvolle Unterstützung leisten. Möglich wird dies durch eine intelligente Einbettung, Steuerung, Integration und Automatisierung bestehender Systeme. Wie eine Integrations- und Steuerschicht legt sich Agentic AI über die bestehende IT-Landschaft und orchestriert Datenflüsse zwischen Altsystemen und modernen Anwendungen, die sich ansonsten nur schwer integrieren lassen.

Agentic AI als Brückentechnologie bei der Modernisierung nutzen
Agentic AI ist eine neue Evolutionsstufe Künstlicher Intelligenz. Sie umfasst KI-Agenten, die autonom handeln, Entscheidungen treffen und Aufgaben ausführen. Dabei sind sie weit mehr als reine Assistenzsysteme. Sie können Prozesse steuern, optimieren und sogar selbstständig neue Abläufe entwickeln. Genau hieraus lassen sich nach Ansicht von Dr. Rene Külheim, Head of Artificial Intelligence bei der PTA IT-Beratung, intelligente Modernisierungsansätze für IT-Altsysteme generieren: „Legacy-Systeme werden nicht einfach verschwinden, sie werden auch künftig bei zahlreichen Unternehmen im Einsatz sein. Ein Hindernis müssen sie dennoch nicht sein“, ist sich Külheim sicher. „Wenn Unternehmen Agentic AI als Brückentechnologie nutzen, können sie Prozesse schneller integrieren, automatisieren und schrittweise modernisieren. Wer jetzt eine agentenfähige Integrationsschicht aufbaut, gewinnt Zeit, Qualität und Flexibilität für die notwendigen Modernisierungsschritte bestehender IT-Landschaften.“

Workloads reduzieren – Zeit für Routineaufgaben freiräumen
Mit Retrieval-Augmented Generation (RAG) greifen KI-Agenten beispielsweise dynamisch auf interne Datenquellen zu, kombinieren Informationen aus Dokumenten, Datenbanken oder Logs und machen sie für Entscheidungen nutzbar. Multi-Agent-Orchestrierung ermöglicht, dass spezialisierte Agenten zusammenarbeiten – etwa für Datenabruf, Prüfung, Buchung oder Compliance. Sie lassen sich dabei mit bestehenden Automatisierungslösungen verknüpfen. Das Ergebnis: ein durchgängiger Prozess, der nachvollziehbar abläuft, protokolliert wird und klare Freigaben vorsieht. Computer-Use-Fähigkeiten schließen die Lücke, wenn keine API (Application Programming Interface), also eine entsprechende Schnittstelle existiert: AI Agents bedienen Desktop- und Web-Oberflächen wie ein Mensch, das heißt sie klicken, tippen, und füllen eigenständig Formulare aus. Auf diese Weise reduzieren sie die Workloads in komplexen und heterogenen Altsystemen und räumen Zeit für Routinetätigkeiten frei. Kurzum: Der Einsatz von Agentic AI eignet sich ideal für Legacy-Software, die stabil und hochverfügbar weiterlaufen muss.

Studie zeigt: Unternehmen erkennen die Mehrwerte
Der Druck zur IT-Modernisierung wächst spätestens mit dem Einzug von Cloudanwendungen und modernen Technologien in den Unternehmen rasanter denn je. Treffen veraltete Anwendungslandschaften auf moderne digitale Technologien, werden die technischen und wirtschaftlichen Grenzen klar sichtbar. Die aktuelle Lünendonk-Hossenfelder-Studie „IT-Modernisierung zwischen Legacy, Cloud und KI – Prioritäten, Budgettrends und Treiber der Modernisierung“ (2025) zeigt diesbezüglich ganz klare Prioritäten: So erachten 62 Prozent der Studienteilnehmer Teile ihrer geschäftskritischen Anwendungen als veraltet und erneuerungsbedürftig an, fast alle (91 Prozent) wollen bis 2028 große Teile (40 Prozent) ihrer Anwendungen in der Cloud laufen lassen, wodurch 83 Prozent der Probanden ihre IT-Budgets für 2026 erhöhen wollen. Die Vorteile, die in diesem Spannungsverhältnis Agentic AI liefern kann, werden weitgehend in den Unternehmen erkannt. So versprechen sich 74 Prozent der Befragten, dass sie mit dem Einsatz agentischer KI-Sicherheitslücken in ihren Altsystemen besser erkennen und obendrein verwertbare Vorschläge erhalten, wie sich diese schließen lassen. Geht es um die Bewältigung technischer Hürden, so sehen 61 Prozent einen erleichterten Zugang zur komplexen Programmlogik ihrer gewachsenen IT-Systeme mittels Einsatz von KI. Ein Vorteil, der sich gerade für Fachkräfte auszahlt, wenn diese neu ins Unternehmen kommen und sich in der IT-Landschaft zügig zurechtfinden sollen. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) sehen Potenzial, um mit Agentic AI die Lücke erforderlichen Know-hows zu füllen – nämlich im Zuge optimierter Systemdokumentationen und einem verbesserten Wissensmanagement. Denn nur wer den Quellcode der Altsysteme versteht und nachvollziehen kann, ist in der Lage notwendige Modernisierungen zielsicher anzustoßen.

Agentic AI – hohes Anwendungspotenzial und generelle Einordnung
Neben dem Einsatz von KI-Agenten in der Legacy-IT haben die KI-Experten der PTA IT-Beratung in Mannheim gemeinsam mit den Marktforschern von Statista die Potenziale und Handlungsfelder, aber auch die Herausforderungen rund um den Einsatz von Agentic AI in der Unternehmenspraxis untersucht. Grundlage dafür bildet eine umfassende Primärstudie unter mehr als 200 Entscheidern aus verschiedenen Branchen. Generell lässt sich festhalten: Agentic AI steht aktuell am Anfang ihrer Entwicklung. Doch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten machen sie zu einer der spannendsten Innovationen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Unternehmen, die sich jetzt aktiv mit der Entwicklung von agentischer KI befassen, können fundierte Kenntnisse aufbauen und sind dadurch optimal darauf vorbereitet, kommende technologische Entwicklungen frühzeitig zu adaptieren. Interessierte erhalten Einblicke in aktuelle Entwicklungen, strategische Implikationen und praxisnahe Lösungsansätze im ausführlichen Whitepaper „Agentic AI in der Praxis“.

Die PTA IT-Beratung entwickelt seit 1969 maßgeschneiderte und kundenorientierte IT-Lösungen. Mit ihrer Ausrichtung auf Organisations- und IT-Projekte begleitet sie ihre Kunden pragmatisch und erfolg-reich in die Digitalisierung. Die PTA ist nach DIN EN ISO 9001 sowie nach ISO13485 zertifiziert und verfügt über 13 Standorte in Deutschland, Spanien und der Schweiz. Die PTA-Gruppe mit Firmenzentra-le in Mannheim beschäftigt aktuell über 400 Mitarbeiter und betreut vornehmlich Kunden aus der Life Science-Branche, Fertigungsindustrie, Retail & Logistics, im Energiesektor sowie in der Finanz- und Versicherungswirtschaft. https://www.pta.de/

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Laura ist als Junior Marketing Manager bei Business Today Network tätig. Zuletzt machte Sie Ihren Master-Abschluss in BWL mit Schwerpunkt Marketing.

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