TENTE-Experte Alexander Bunke erklärt, warum Ergonomie nicht beim Arbeitsschutz endet – und wie sich Produktivität bereits durch gezielte Veränderungen im Materialfluss steigern lässt

Remscheid, 13. August 2026 – Produktivität wird in Industrieunternehmen häufig anhand von Maschinenlaufzeiten, Automatisierungsgraden oder Prozesskennzahlen bewertet. Ein wesentlicher Einflussfaktor gerät dabei jedoch leicht aus dem Blick: die körperliche Belastung der Mitarbeitenden. Nach Einschätzung von Alexander Bunke, Experte für Industrie & Logistik beim Mobilitätsspezialisten TENTE, liegt gerade hier in vielen Unternehmen noch erhebliches Optimierungspotenzial.
Kleine Belastungen mit großer Wirkung
Körperliche Belastungen entstehen im Arbeitsalltag nicht nur durch einzelne schwere Tätigkeiten. Häufig sind es vielmehr tausende wiederkehrende Bewegungen, die sich im Laufe eines Arbeitstages summieren. Schieben, Ziehen, Bremsen und Manövrieren von Transportwagen gehören in Produktion und Logistik vielerorts zur täglichen Routine.
Über längere Zeiträume können solche Belastungen die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten beeinträchtigen – und damit auch Einfluss auf die Produktivität betrieblicher Abläufe nehmen.
„Unternehmen investieren kontinuierlich in effizientere Maschinen und optimierte Prozesse“, sagt Alexander Bunke. „Die täglichen Bewegungsabläufe der Mitarbeitenden werden dagegen häufig als gegeben betrachtet. Dabei liegt gerade hier ein erhebliches Potenzial, Belastungen zu reduzieren und Abläufe effizienter zu gestalten.“
Ergonomie ist auch ein Produktivitätsthema
Muskel-Skelett-Erkrankungen zählen zu den häufigen Ursachen für Arbeitsunfähigkeit. Doch körperliche Belastungen wirken sich nicht erst dann aus, wenn Beschäftigte ausfallen. Auch Ermüdung, nachlassende Konzentration oder zunehmende körperliche Beanspruchung können die Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag beeinflussen.
„Ergonomie verstehen wir deshalb nicht ausschließlich als Arbeitsschutzthema“, erklärt Bunke. „Sie ist zugleich eine wichtige Voraussetzung für stabile Prozesse und dauerhaft leistungsfähige Mitarbeitende. Wer unnötige körperliche Belastungen reduziert, verbessert damit häufig auch die Rahmenbedingungen für produktiveres Arbeiten.“
Ergonomische Mobilität statt aufwendigem Prozessumbau
Wie sich ergonomische Verbesserungen in bestehende Abläufe integrieren lassen, zeigt ein Projekt mit einem Hersteller von Elektromotoren. Ziel war es, die Arbeitsbedingungen im Kommissionierbereich zu verbessern, ohne die vorhandenen Prozesse komplett umzustrukturieren.
Gemeinsam mit dem Kunden entwickelte TENTE ein Mobilitätskonzept, das insbesondere die körperliche Belastung beim täglichen Materialtransport reduzieren sollte. Im Mittelpunkt stand dabei nicht die Neugestaltung des gesamten Prozesses, sondern die Frage, wie sich die vorhandenen Transport- und Bewegungsabläufe ergonomischer gestalten lassen.
„Unternehmen müssen ihre Prozesse dafür nicht zwangsläufig komplett neu aufsetzen“, erläutert Bunke. „Gezielte Verbesserungen bei den eingesetzten Mobilitätslösungen können bereits einen deutlichen Unterschied machen. Entscheidend ist, die konkrete Anwendung zu betrachten und dort anzusetzen, wo im Alltag tatsächlich Belastungen entstehen.“
Die bestehenden Abläufe konnten dabei weitgehend erhalten bleiben. Gleichzeitig wurden die Voraussetzungen für ein rückenschonenderes Arbeiten und eine langfristige Entlastung der Mitarbeitenden verbessert.
Der Mensch bleibt ein entscheidender Produktivitätsfaktor
Für TENTE zeigt das Projekt beispielhaft, wie eng Ergonomie und Wirtschaftlichkeit miteinander verbunden sind. Werden körperliche Belastungen reduziert, können davon sowohl die Gesundheit der Beschäftigten als auch die Stabilität und Leistungsfähigkeit betrieblicher Prozesse profitieren.
„Produktivität entsteht nicht allein durch Technik“, fasst Bunke zusammen. „Sie entsteht im Zusammenspiel von Mensch, Prozess und Technologie. Wer alle drei Faktoren berücksichtigt, schafft bessere Voraussetzungen für leistungsfähige Arbeitsplätze und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.“
Über TENTE
TENTE ist ein international führender Hersteller von Rollen und Rädern für industrielle Anwendungen in Produktion und Logistik. Das Unternehmen begleitet seine Kunden mit maßgeschneiderten Mobilitätslösungen und umfassendem applikationstechnischem Know-how.
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